Mode und Schmuck als Ausdruck der Persönlichkeit

Er ist zeitlos, klassisch und noch immer der Begehrteste unter allen Schmuckstücken: Der Goldschmuck. Hinter dem chemischen Kürzel Au verbirgt sich weit mehr als nur ein faszinierendes Edelmetall, in einigen Kulturen ist Gold der Stoff zahlreicher Legenden.

Die Geschichte des Goldschmucks geht bis weit in die Antike zurück. Schon die alten Ägypter gaben ihren Verstorbenen kostbare Schmuckstücke aus Gold mit ins Jenseits. Der Stellenwert des Goldschmucks wurde erst bewusst, als die ersten Sarkophage geöffnet wurden und vollständige Nachbildungen des Pharaos in Lebensgröße aus massivem Gold ans Tageslicht gelangen.
Wer an Mode und Designerkleidung denkt, denkt sofort an Frankreich und seine Modemetropole Paris und liegt damit genau richtig. Vor mehr als hundert Jahren hatten zwei Cousins die grundlegende Idee. Sie eröffneten zunächst ein kleines Wäschemodengeschäft, damit ihre Kundinnen in aller Ruhe wählen und sich wohlfühlen konnten.

Prinzessin oder Aschenputtel, einfaches Mädchen aus dem Volk oder Dame von Welt – seit je her haben Frauen ein besonders inniges Verhältnis zu Schmuck und Mode. Schmuck gehört wie Mode zum Lifestyle dazu. Jede Kulturepoche bringt uns Beweise. Schmuck steht für Ehre und Verehrung, aber auch für Liebe und Zuneigung, für Macht und Reichtum, künstlerischen Eigensinn und tiefgründigen Aberglauben.
Edelsteinen werden magische Kräfte nachgesagt, der Smaragd steht für Weisheit, der Saphir schenkt kühnen Verstand und der Rubin verheißt Liebeszauber. Viel Fantasie steckt in unzähligen Schmuck-Weisheiten des Volksmundes: So verheißen Perlen Tränen – wie viele Frauen müssten wahre Tränenströme vergießen, hätte dieser Spruch Gültigkeit. Perlen gehören zu den meistgetragenen Schmuckstücken nach den Edelmetallen wie Gold und Silber. Sie sind beliebt in jeder Form und ist für ein perfektes Braut-Outfit fast unverzichtbar. Es ist einfach Lifestyle, man schmückt sich, um zu gefallen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Schmuck sagt deshalb, fast noch mehr als Kleidung, über seine Trägerin aus. Ob sie Geschmack hat, ob sie sich aus Vornehmtuerei schmückt oder mit Sinn für Harmonie, ob sie mehr scheinen als sein möchte oder ob sie sich aus Freude an Farben und Formen gekonnt dekoriert. Schmuck kann Kleidung zur größtmöglichen Eleganz hervorheben, wenn er richtig getragen wird. Schmuck kann seine Trägerin aber auch abwerten, wenn sie sich beispielsweise mit allem behängt, was der Schmuckkasten an Geschmeide hergibt.
Ein paar Grundregeln sind im Umgang mit den Kostbarkeiten zu beachten: Gold- und Silberschmuck niemals nebeneinander tragen (wohl aber Weißgold mit Gelbgold) oder Halbedelsteine zu Edelsteinen und zarte Perlen nicht von gewaltigen Anhängern übertrumpfen lassen. Wer Freude an Schmuck und ein Gespür für die Eigenart der Mode hat, wird nichts falsch machen. Im Laufe der Zeit wird jede Frau den Stil ihrer Kleidung herausfinden, der ihre Persönlichkeit am besten unterstreicht und welcher Schmuck zu ihr passt: Extravagante Kreationen verlangen nach viel persönlicher Ausstrahlung. Umgekehrt kann ein eher unscheinbares Schmuckstück an der richtigen Trägerin ausgesprochen wirkungsvoll erscheinen. Keine Frau würde früh morgens zum Einkaufen die Party-Bekleidung wählen, aber dennoch tragen viele von morgens bis abends den gleichen kostbaren Ring, die gleiche Kette, die gleiche teure Uhr.
Nicht nur bei der Kombination Bekleidung und Schmuck werden Fehler gemacht? Schon bei der Auswahl fängt es an: Die Mode bringt etwas Neues hervor, aber passt es überhaupt zum Typ. Wie wirkt die extravagante Designerkleidung - passt der Schnitt, die Farben zur persönlichen Ausstrahlung der Trägerin? Nichts ist der Mode so unterworfen wie Kleidung und Schmuck. Meist wird zu sehr nach materiellem Wert gekauft, frei nach dem Motto „Hauptsache man sieht, dass es sich um ein teures Stück handelt“.
Für Modeschmuck gibt es dagegen in Material, Form und Gestaltung keinerlei Einschränkungen. Die Industrie greift begeistert originelle Ideen aus Plastik und Glas auf. Auch alles, was die Natur zu bieten hat: Muscheln, Kork, Holz, Federn, Steine und getrocknete Früchte werden zu kleinen Kostbarkeiten verarbeitet. Zu Großmutters Zeit war die zierliche Brosche für den Stehkragen oder der unscheinbar gefasste Einsteiner-Brillant der Inbegriff des „guten Schmucks“. Ob man das Kleid von der Stange oder edle Designerkleidung, echten oder unechten Schmuck trägt, immer soll es Ausdruck der Persönlichkeit sein.









